Nach Abschluss der aufwändigen Präparation und Erforschung freut sich Dr. Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt, auf die Präsentation der außergewöhnlichen Funde von Riesenlurch-Fossilien aus dem Steigerwald. Im Rahmen einer eigenen Ausstellung werden die 230 Millionen Jahre alten Versteinerungen erstmals in Hof der Öffentlichkeit gezeigt.
Die Ausstellung ist vom 4. März bis zum 29. Mai 2026 im Foyer des Landesamts täglich zu den Öffnungszeiten der Hofer Dienststelle in der Hans-Högn-Straße 12 zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.


Die fossilen Knochen stammen aus dem Steigerwald bei Rauhenebrach. Sie wurden im Sommer 2021 durch einen Arbeiter in einem Steinbruch entdeckt. „Vor uns im Gestein ragte ein 70 Zentimeter langer Unterkiefer heraus, gespickt mit spitzen Zähnen wie es heutige Krokodile haben. In den herumliegenden Gesteinen konnten wir zahlreiche weitere Knochenreste identifizieren,“ blick Dr. Roland Eichhorn zurück. Die Untersuchung der geborgenen Gesteinsbrocken mit modernen Röntgenmethoden offenbarte, dass nicht nur ein Unterkiefer, sondern zehn Schädel von mindestens zwei verschiedenen Arten von Riesenlurchen konserviert waren – ein Massengrab.
Wie kann es sein, dass so viele fleischfressende Top-Jäger an einem Ort ihren Tod fanden? In der Ausstellung ist mehr über diesen spannenden Kriminalfall aus der Urzeit zu erfahren.
Weitere Informationen finden Sie auch auf folgenden Internetseiten:
Veranstaltungshinweis: Tatort Franken
Cyclotosaurus ebrachensis – Gigant der Triaszeit im zentralen Geo-Archiv
Autor / Autorin: Red, Fotos LfU